© C. Wajsbrot, Buchcover © imago images / Christian Thiel // Wallstein-Verlag
9. Juni 2020
18:00 Uhr

Cécile Wajsbrot: Zerstörung

9. Juni 2020
18:00 Uhr

Lesung und Autorenbegegnung

Das Gespräch findet per Zoom statt und wird von Prof. Dr. Andrea Grewe (Universität Osnabrück) moderiert.

Anmeldung bei Kathrin Kühn: kultur.institutfrancais@uni-bonn.de

Cécile Wajsbrot, geb. 1954, lebt als Romanautorin, Essayistin und Übersetzerin aus dem Englischen und Deutschen in Paris und Berlin. Sie schreibt unter anderem für die Zeitschriften »Autrement«, »Les nouvelles Littéraires« und »Le Magazine littéraire«.
2007 war sie Gast des Berliner Künstlerprogramms des DAAD und ist Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. 2016 erhielt sie den Prix de l’Académie de Berlin.

Zerstörung (erschienen 2020 im Wallstein-Verlag, Göttingen, übersetzt von Anne Weber)

Sie hatte ihr Leben dem Lesen und Schreiben gewidmet. Doch plötzlich zerbricht alles um sie herum, eine Diktatur breitet sich aus, das Schreiben wird unmöglich. Ihre einzige Ausdrucksmöglichkeit findet die Erzählerin in einem rätselhaft bleibenden »Soundblog«. Mysteriöse, beängstigende und philosophische Gedanken beschäftigen sie: Die neue Macht zerstört nach und nach auf heimtückische Weise jede Erinnerung und versucht, alle Spuren der Geschichte zu löschen. Wann und wie hat dieser Umbruch stattgefunden? Gab es Warnsignale? Ist sie selbst schuld daran, dass die Dinge geschehen? Wollte sie sich nicht aus der Vergangenheit befreien?
Cécile Wajsbrot beschreibt in ihrem sprachmächtigen Roman auf beeindruckende und erschreckende Weise die Angst vor einer Wiederholung der Geschichte. In einer innovativen ästhetischen Form beschäftigt sie sich mit der deutsch-französischen Erinnerungskultur.

LESEPROBE: www.wallstein-verlag.de/3610%20Leseprobe_Waisbrot_Zerstoerung.pdf

 

 

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Dienstag 09 Jun 2020 - 18:00